Zertifizierung

Die Begutachtung, Zulassung und Überwachung von Zertifizierungsstellen ist in Österreich im Akkreditierungsgesetz geregelt. Damit ist sichergestellt, dass akkreditierte Zertifizierungsstellen ihre Tätigkeiten kompetent ausführen und ihre Zertifikate international anerkannt sind. Derzeit sind drei Arten von Zertifizierungsstellen eingerichtet:

• Personenzertifizierungsstellen nach ISO/IEC 17024 
• Systemzertifizierungsstellen nach ISO/IEC 17021 
• Produktzertifizierungsstellen nach EN 45011 bzw. ISO/IEC 17065
Mit dieser Einrichtung ist Österreich gut gerüstet für die Herausforderungen im internationalen Wettbewerb.

Personenzertifizierung

Schweißer

Schweißerqualifikation und Zertifizierung

Der Einsatz von qualifizierten Schweißern in der betrieblichen Praxis ist Voraussetzung für die Wahrnehmung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht des Unternehmers. Um dem Stand der Technik entsprechen zu können ist es wichtig, die einschlägigen Normen dazu zu erfüllen. Diese Aufgabenstellung ist gar nicht so einfach, da zwischen nationalen, europäischen und internationalen Normen unterschieden werden muss. Daraus ergibt sich auch der Anerkennungsbereich für die Schweißerqualifikationen. Eine europäische und eine international globale Harmonisierung werden angestrebt. Dementsprechend sind ISO-, EN- und auch ÖNORMEN zu berücksichtigen.

Bediener

Der Einsatz von qualifizierten Schweißern in der betrieblichen Praxis ist Voraussetzung für die Wahrnehmung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht des Unternehmers. In der heutigen Zeit sind mehr automatische Schweißarbeiten im Einsatz als manuelle. Die Zertifizierung von Bedienern von automatischen Schweißanlagen hat sich im Gegensatz zu den manuellen Schweißern noch nicht umfassend durchgesetzt, obwohl die Zertifizierungsstellen dazu vorbereitet und akkreditiert sind. Bei der Bediener Qualifikation ist zu unterscheiden zwischen den reinen Bedienertätigkeiten und den Einstellarbeiten.

Zerstörungsfreie Prüfer

Der Einsatz von qualifiziertem Personal für Durchführung von Zerstörungsfreien Prüfungen ist Voraussetzung für die Wahrnehmung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht des Unternehmers. Um dem Stand der Technik entsprechen zu können ist es wichtig, die einschlägigen Normen dazu zu erfüllen. Die Ausbildung und Zertifizierung erfolgt auf der Basis von internationalen und nationalen Normen, die Ausbildungsdauer, -inhalte und praktische Erfahrungszeiten exakt vorgeben.

Systemzertifizierungen in Schweißbetrieben

Im Schweißbetrieb werden Systemzertifizierungen in zwei Anforderungsmodellen durchgeführt:

  • ISO 3834: Qualitätsanforderungen für das Schmelzschweißen von metallischen Werkstoffen 
  • EN 15085: Bahnanwendungen – Schweißen von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen

Zertifizierungsstellen, die Schweißbetriebe nach diesen beiden Anforderungsnormen auditieren und zertifizieren, müssen nach dem österreichischen Akkreditierungsgesetz akkreditiert sein oder über eine andere international anerkannte Akkreditierung verfügen, die den Anforderungen des IAF (International Accreditation Forum) entspricht.

In Österreich sind folgende Zertifizierungsstellen für die ISO 3834 akkreditiert:

Produktzertifizierung in Schweißbetrieben
Tragwerke nach EN 1090

Ab 1. Juli 2014 müssen alle Tragwerke mit einem CE-Kennzeichen versehen sein. Ohne diese CE-Kennzeichnung ist ein Inverkehrbringen in der EU nicht mehr möglich. Damit der Hersteller das CE-Kennzeichen ausstellen darf, muss er die Berechtigung dazu erwerben. Dies erfolgt über eine Zertifizierung seiner "werksinternen Produktionskontrolle - WPK" durch eine "Benannte Stelle". Nur in Nando-Liste geführte Benannte Stellen (Notified Bodies) sind berechtigt, die werksinterne Produktionskontrolle beim Hersteller eines Tragwerks zu zertifizieren. In Österreich müssen diese Benannten Stellen auch über eine Akkreditierung verfügen, denn das ist die Voraussetzung für eine Notifizierung in Brüssel.

Österreichische Gesellschaft für Schweißtechnik (ÖGS)

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